Independence Day – der 4. Juli in Amerika

Viele Nationen feiern einen speziellen Tag als ihren ganz eigenen Nationalfeiertag. Im Gedächtnis an ein Ereignis mit besonderer Bedeutung und Tragweite für diese Nation. Meist heißen die Schlüsselworte zu einem solchen Tag Freiheit und Unabhängigkeit. Für Amerika ist der 4. Juli dieser besondere Tag. Der so genannte Independence Day erinnert an die Zeit der Loslösung von der englischen Herrschaft. Im Jahre 1776 am 4. Juli dokumentierten die dreizehn britischen Kolonien mit ihrer Ratifizierung die „Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten“ von Amerika. Zu dieser Zeit bestand das Bündnis aus den Provinzen New Hampshire, Massachusetts Bay, New York, New Jersey, Pennsylvania, Maryland, Georgia und North sowie South Carolina und den Kolonien Rhode Island, Connecticut, Delaware und Virginia. Und obwohl die eigentliche und noch heute gültige US-Verfassung erst etwa ein Jahrzehnt später im Jahre 1787 ratifiziert wurde, gilt auch heute noch der 4. Juli 1776 als der eigentliche Independence Day.

Der Independence Day wird von den mittlerweile 50 Mitgliedern der Vereinigten Staaten von Amerika heute noch immer, vielleicht seit dem 11. September noch intensiver und bewusster, in vielfältiger Weise gefeiert. Natürlich gehören Militärparaden und eine Rede des jeweils aktuellen Präsidenten zum Standardprogramm. Die Bevölkerung feiert ihren Independence Day mit Picknicks, bunten Paraden, Konzerten, Feuerwerken und sehr viel regional typischer Musik. Dabei hört man allen Ortens patriotische Lieder und natürlich die amerikanische Nationalhymne. Die amerikanische Bevölkerung zeichnet sich durch eine große Portion Nationalstolz aus. Auch wenn die Probleme im eigenen Land noch so groß zu sein scheinen, die Amerikaner stehen zu ihrer Nation. Am Independence Day wachsen alle Gruppen zusammen.

In allen großen und kleinen amerikanischen Städten wird der 4. Juli gefeiert. Eine der größten Veranstaltungen dieser Art findet natürlich in Washington D.C. statt. Zum Independence Day wird aus der eher ruhigen, gesetzten Stadt ein Ort fröhlichen und auch patriotischen Treibens. Die Paraden, Festlichkeiten und das Feuerwerk am Abend sind geprägt vom ganz besonderen amerikanischen Way of Life, der auch in vielen anderen Bereichen zu finden ist. Rund um die National Mall gibt es ein abwechselungsreiches Programm für große und kleine Amerikaner, aber sicher auch für Gäste anderer Nationen, die an diesem Spektakel teilnehmen möchten. Auf den vier Kilometern vom Lincoln Memorial zum Kapitol wird der Nationalfeiertag der Amerikaner mit allerlei musikalischen und kulturellen Darbietungen gefeiert. Wer die amerikanische Lebensart kennenlernen will, sollte am 4. Juli einfach einmal mitfeiern.