Die USA- das Land für einen Traumurlaub

Menschen aus aller Welt reisen rund ums Jahr täglich in die USA ein. Die einen führt eine Geschäftsreise oder ein Einkaufsbummel in eine der großen Städte des Landes und andere kommen, um hier einmal ihren Urlaub zu verbringen. Die 50 Bundesstaaten der USA bieten unendlich viele Möglichkeiten für einen Urlaub, der seines gleichen sucht. Da zu jeder Jahreszeit Gäste in das Land kommen, ist so manch einer auch an Feiertagen, wie dem Veterans Day, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Viele der Feiertage sind heute gesetzliche Feiertage in jedem der 50 Bundesstaaten. Andere wiederum sind auf den einzelnen Bundesstaat bezogen. Viele der Feiertage in den USA werden sehr feierlich in jeder Stadt und jedem Dorf gefeiert. Manche wiederum gehen ein bisschen unter, weil wie überall manche Feiertage als Tage der Ruhe empfunden, aber im Kreise der Familie begangen werden. Der Veterans Day hingegen ist ein Gedenktag, dem die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Ein wichtiger Gedenktag in den USA

Der Veterans Day, auch als Tag der Veteranen bekannt, ist als ein wichtiger Gedenktag in den USA einzuordnen. Auch in Belgien, Frankreich sowie Großbritannien mit seinen zugehörigen Staaten des Commonwealth wird dieser Gedenktag am 11. November eines jeden Jahres begangen. Anfangs hieß der Veteranengedenktag Armistice Day, also Tag des Waffenstillstandes. Er wurde erstmals am 11. November 1919 zum Ende des ersten Weltkrieges begangen. Damit wurde die 11. Stunde des 11. Tages des 11. Monats ausgerufen, in genau dieser Minute in einem Moment der Erinnerung an die vielen Opfer des ersten Weltkrieges zu verweilen. Die Menschen in den USA wollten, wie wohl die Menschen aller anderen Länder auch, glauben, dass dieser Krieg der letzte gewesen ist. Leider wurde die Welt mehrfach eines besseren belehrt. So wurde der Veterans Day zum Tag des unbekannten Soldaten.

Eine Zeremonie mit großer Bedeutung

Als der 11. November zum Tag des Unbekannten Soldaten verkündet wurde, wurde damit begonnen, an diesem denkwürdigen Tag einen unbekannten Soldaten, der im Krieg gefallen war, auf dem bedeutensten Friedhof des Landes beizusetzen. Diese traurige Tradition setzte sich auch nach dem zweiten Weltkrieg und weiteren Kriegen fort. In den USA ist dieser Friedhof der Arlington Cemetery nahe bei Washington D. C. Erst 1938 wurde der Veterans Day als offizieller Feiertag bestätigt. Viele Bürger fanden den Namen, Armistice Day, unpassend und setzten durch, dass Präsident Eisenhower den Gedenktag als gesetzlichen Feiertag Veterans Day erklärte. Auch als versucht wurde, diesen Feiertag auf einen anderen Tag zu verlegen, wollten die Bürger dies nicht annehmen und auch dies wurde wieder zur Zufriedenheit aller geregelt. Wer an der jährlichen Gedenkfeier auf dem Arlington Friedhof teilnehmen möchte, sollte sich rechtzeitig dorthin begeben. Ein kostenloser Shuttle Service verkehrt vom Visitor Center aus zur offiziellen Zeremonie.

Die Amerikaner feiern mit einer großen Parade – Der Columbus Day

Ganz richtig ist die Behauptung, Christoph Columbus hätte Amerika entdeckt, nicht. Denn schon in der Zeit um 1000 nach Christi trieb es den Isländer Leif Ericsson auf das Meer. Sein Interesse an dem fernen Kontinent schien aber nicht so groß. Die Isländer sahen von weiteren Besuchen ab. Angeblich sollen auch Missionare schon vor der offiziellen Entdeckung in Amerika gelandet aber auch wieder weitergereist sein. Und so gilt der Genueser Seefahrer Columbus als Entdecker des Kontinents. Obwohl auch das nicht ganz stimmt. Denn das amerikanische Festland soll er angeblich nie betreten haben. Columbus hatte eigentlich nach einer Abkürzung für den Seeweg nach Indien gesucht, geriet dabei vom Kurs ab und landete auf den karibischen Inseln, die er für Hinterindien hielt. Von dieser Ansicht konnte ihn laut Geschichtsschreibung bis zu seinem Tod im Jahr 1506 auch niemand abbringen.

Dass die Amerikaner dennoch jährlich ihren Columbus Day feiern, verdankt der Italiener der Tatsache, dass aufgrund seiner Aufzeichnungen die Neugier der Europäer nach dem fernen neuen Kontinent wuchs und sich immer mehr Schiffe Richtung Amerika aufmachten. Weder sie noch Columbus waren aus Neugier auf die Menschen unterwegs, auf die sie treffen würden. Columbus` Mission war es, nach neuen Edelmetall – Vorkommen zu suchen. Seine Nachfolger bei der Erforschung neuen Territoriums verbreiteten zunächst einmal nur Angst und Schrecken bei den Ureinwohnern, den Indianern. Sie wurden entweder ermordet oder versklavt.

An jedem zweiten Montag im Oktober wird der Columbus Day in den USA gefeiert. Andere Länder, in denen große italienische Gemeinden leben, halten sich mit ihrem Columbus Day an das korrekte Datum der Landung am 10. Oktober. In Amerika konzentrieren sich die Feierlichkeiten in erster Linie auf die Stadt New York. Hier versammeln sich rund 30 000 Menschen zu einer Parade. Mit von der Partie sind der jeweilige Bürgermeister der Stadt, aber auch Vertreter aus Film, Funk und Fernsehen. Die Schauspielerin Sophia Loren marschierte mit, der Tenor Luciano Pavarotti war dabei, und sogar Frank Sinatra reihte sich in die Reihe der Paradierenden ein. Die Parade ist seit 79 Jahren ein buntes Bild. Zahlreiche Bands von Highschools und Colleges, Folklore – Gruppen aus allen Teilen der Welt und Blaskapellen verleihen dem Columbus Day immer wieder viel Pracht und Lebensfreude.
Bis zu 500 000 Besucher kommen jährlich zu dem großen Spektakel. Und auch nach der Parade wird an vielen Stellen der Stadt weiter gefeiert.

Da der Columbus Day ein nationaler Feiertag ist, sollten sich Besucher darauf einstellen, dass an diesem Tag die meisten Behörden, Banken, Botschaften und Konsulate geschlossen sind.

Der Labor Day in den USA

Die Geschichte des Labor Day

Ebenso wie es in Deutschland und anderen europäischen Ländern den Tag der Arbeit am ersten Mai gibt, feiern die USA den Labor Day am ersten Montag im September. Auch in Amerika gilt dieser Feiertag als Gedenken an die Arbeiterbewegung. Der Geschichte zufolge initiierte die Central Labor Union mithilfe eines Komitees den ersten Labor Day am 05.09.1882 in New York City. So sollen sich zwischen 10.000 und 20.000 Arbeiter an dem Demonstrationszug beteiligt haben. Im Anschluss soll ein Picknick im Elm Park stattgefunden haben, an dem wohl etwa 50.000 Personen teilnahmen. Der künftige Rahmen für diesen Feiertag wurde folglich im Jahre 1882 festgelegt.

Der Labor Day heutzutage

Heutzutage ist der politische Aspekt, der ursprünglich mit dem Labor Day verbunden war, in den Hintergrund gerückt. Zwar gibt es vielerorts in den USA an diesem Tag politische Reden und Demonstrationen, aber die Belange der Arbeiter stehen nicht unbedingt im Vordergrund. Vielmehr betrachten die Amerikaner den Labor Day mittlerweile als Ende der Sommermonate. Im Anschluss an eines der reiseintensivsten Wochenenden in Amerika beginnt für die meisten Schüler und Studenten das neue Schuljahr beziehungsweise Semester. Viele Familien nutzen das verlängerte Wochenende noch einmal, um Strände und andere beliebte Ausflugsziele aufzusuchen. Je nach dem, in welcher Gegend der USA man sich aufhält, kann man durchaus noch Umzüge von Gewerkschaftsmitgliedern beobachten.

In Virginia besinnt man sich auf Traditionen

Der Labor Day wird gerade in ländlichen Gebieten noch recht traditionell gefeiert. Virginia ist aufgrund seiner Geschichte, die selbstverständlich viel zu tun hat mit den Siedlern aus Europa, ein gutes Beispiel hierfür. Abgesehen von Umzügen finden in einigen kleineren Städten wahre Volksfeste am Labor Day statt: Musikveranstaltungen (insbesondere Gospel-Singing), Kutschfahrten und Kanutouren seien hier als Programmteile genannt. Wer mit seiner ganzen Familie Spiel und Spaß erleben möchte, dem seien Dublin und Gladstone empfohlen. Touristen, die sich Anfang September im Bundesstaat Virginia befinden, sind natürlich auch herzlich eingeladen, an den Festivitäten am Labor Day teilzunehmen. Mancherorts bekommt man, abgesehen von kulinarischen Köstlichkeiten, einiges hinsichtlich der Geschichte Virginias geboten. Dies kann in Form von Festivals, Vorträgen oder Spielen der Fall sein. Es ist absolut ratsam, mindestens eines der stattfindenden Feste aufzusuchen, um mehr über die amerikanische Kultur und Tradition zu erfahren.

Independence Day – der 4. Juli in Amerika

Viele Nationen feiern einen speziellen Tag als ihren ganz eigenen Nationalfeiertag. Im Gedächtnis an ein Ereignis mit besonderer Bedeutung und Tragweite für diese Nation. Meist heißen die Schlüsselworte zu einem solchen Tag Freiheit und Unabhängigkeit. Für Amerika ist der 4. Juli dieser besondere Tag. Der so genannte Independence Day erinnert an die Zeit der Loslösung von der englischen Herrschaft. Im Jahre 1776 am 4. Juli dokumentierten die dreizehn britischen Kolonien mit ihrer Ratifizierung die „Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten“ von Amerika. Zu dieser Zeit bestand das Bündnis aus den Provinzen New Hampshire, Massachusetts Bay, New York, New Jersey, Pennsylvania, Maryland, Georgia und North sowie South Carolina und den Kolonien Rhode Island, Connecticut, Delaware und Virginia. Und obwohl die eigentliche und noch heute gültige US-Verfassung erst etwa ein Jahrzehnt später im Jahre 1787 ratifiziert wurde, gilt auch heute noch der 4. Juli 1776 als der eigentliche Independence Day.

Der Independence Day wird von den mittlerweile 50 Mitgliedern der Vereinigten Staaten von Amerika heute noch immer, vielleicht seit dem 11. September noch intensiver und bewusster, in vielfältiger Weise gefeiert. Natürlich gehören Militärparaden und eine Rede des jeweils aktuellen Präsidenten zum Standardprogramm. Die Bevölkerung feiert ihren Independence Day mit Picknicks, bunten Paraden, Konzerten, Feuerwerken und sehr viel regional typischer Musik. Dabei hört man allen Ortens patriotische Lieder und natürlich die amerikanische Nationalhymne. Die amerikanische Bevölkerung zeichnet sich durch eine große Portion Nationalstolz aus. Auch wenn die Probleme im eigenen Land noch so groß zu sein scheinen, die Amerikaner stehen zu ihrer Nation. Am Independence Day wachsen alle Gruppen zusammen.

In allen großen und kleinen amerikanischen Städten wird der 4. Juli gefeiert. Eine der größten Veranstaltungen dieser Art findet natürlich in Washington D.C. statt. Zum Independence Day wird aus der eher ruhigen, gesetzten Stadt ein Ort fröhlichen und auch patriotischen Treibens. Die Paraden, Festlichkeiten und das Feuerwerk am Abend sind geprägt vom ganz besonderen amerikanischen Way of Life, der auch in vielen anderen Bereichen zu finden ist. Rund um die National Mall gibt es ein abwechselungsreiches Programm für große und kleine Amerikaner, aber sicher auch für Gäste anderer Nationen, die an diesem Spektakel teilnehmen möchten. Auf den vier Kilometern vom Lincoln Memorial zum Kapitol wird der Nationalfeiertag der Amerikaner mit allerlei musikalischen und kulturellen Darbietungen gefeiert. Wer die amerikanische Lebensart kennenlernen will, sollte am 4. Juli einfach einmal mitfeiern.