Sea-Air-Space Museum – ein interessantes Museum in New York

New York ist eine der bekanntesten Städte der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Stadt zieht jährlich Millionen Besucher an, die neben den Sehenswürdigkeiten auch das einmalige Flair der Stadt verspüren möchten. Für Fans der amerikanischen Luft- und Raumfahrt und der Seestreitkräfte der USA ist ein Besuch im Sea-Air-Space Museum absolut empfehlenswert. Hier kann viel über die Geschichte in Erfahrung gebracht werden. Diese ist anhand von Exponaten, aber auch mit vielen Bildern dargestellt. Aber auch Filme werden gezeigt, so dass die Besucher sich in die Zeit zurück versetzt fühlen.

Das Sea-Air-Space Museum befindet sich am Hudson River. So ist es auch möglich, den ehemaligen Flugzeugträger USS Intrepid zu besichtigen. Das Schiff wurde umgebaut und dient nun als Museumsschiff und ist für die Besucher des Museums zugänglich. Aber auch U-Boote oder ein Zerstörer sind zur Anschau vorhanden. Es ist überwältigend welche Größe diese Schiffe haben. Umso erstaunlicher ist es dann aber auch, wenn die Besucher lesen, wie viele Besatzungsmitglieder während der Einsätze an Bord waren. Bereits seit 1982 existierte das Sea-Air-Space Museum. Von 2006 bis 2008 war es aber auf Grund von umfangreichen Umbauarbeiten geschlossen. In dieser Zeit wurden zusätzliche Räume umgebaut, um diese für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit der Wiedereröffnung ist es so auch möglich, eine Concorde oder die F15 zu besichtigen.

Während eines Rundganges durch das Sea-Air-Space Museum können sich interessierte Menschen auch einen Film über die Geschichte des US-Militärs ansehen. Hierbei wird das Geschehen auf einem Flugzeugträger anschaulich und verständlich erklärt. Somit können auch Zivilisten das militärische Leben auf einem im Einsatz befindlichen Flugzeugträger nachvollziehen. Wer mehr über die Seestreitkräfte erfahren möchte, kann sich am Hudson River einige Exponate ansehen. Hier werden auch multimediale Präsentationen geboten. Das Sea-Air-Space Museum ist bemüht, dass Museum auf einem aktuellen Stand zu halten und auch dementsprechend ständig neue Exponate zu erhalten. So ist es dem Museum und später auch dem Besucher möglich, sich auch über das aktuelle Zeitgeschehen zu informieren.

Von Mai bis September ist das Sea-Air-Space Museum täglich 10 bis 17 Uhr geöffnet. In den Monaten Oktober bis April ist es von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Museum befindet sich am Pier 86 W.46th Street. Es ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Die U-Bahnlinien A und E sollten Besucher hier bis zur 42nd Street benutzen.

Governors Island- eine Insel mit militärischer Vergangenheit

Im Süden von Manhattan liegt Governors Island. Die Insel hat eine Größe, die etwa 70 Hektar entspricht und liegt in der Atlantikbucht von New York. Verwaltungstechnisch gehört sie zu New York. Governors Island ist erst seit wenigen Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich. Zuvor wurde die Insel vorrangig für militärische Zwecke genutzt. Ihren Namen bekam die Insel, da sie zum Ende des 17. Jahrhunderts nur von britischen-königlichen Governors genutzt wurde.

Die kleine Insel hat eine lange Geschichte. Der holländische Gouverneur lies im Jahre 1652 seinen Privatwohnsitz auf die Insel verlegen. Nach ihm nutzte der englische Gouverneur die Insel ebenfalls als Domizil. Als England im Jahr 1873 unabhängig wurde, wurde die Insel zur Verteidigung vom New Yorker Hafen genutzt. Die beiden auf der Insel befindlichen Forts wurden in den Jahren 1790 und 1811 erbaut. Von 1776 bis 1997 wurde Governors Island von der US-Armee als Stützpunkt genutzt. Es handelte sich hier um einen der größten Militärstützpunkte der USA. Zu späteren Zeiten wurde die Insel für die Einsatzkräfte der Küstenwache der USA genutzt. Seit dem Ende der militärischen Nutzung wird die Insel zum Großteil von der GIPEC- Governors Island Preservation and Education Corporation genutzt und unterhalten. Auf dem kleinen Raum der Insel gibt es über 200 Gebäude, die besonders zu den Zeiten der militärischen Nutzung der Insel genutzt wurden. Seit dem Jahr 2003 handelt es sich bei der Insel um ein National Monument. In der nahen Zukunft ist ein Naherholungsgebiet für New York in Planung, hierfür soll die Insel genutzt werden.

Zu erreichen ist die Insel per Fähre. Diese fährt mehrmals täglich vom New Yorker Hafen aus und legt dann auf der Insel an. Ein Besuch der Insel ist auf jeden Fall ratsam. Nur einer der Gründe hierfür ist der einmalige Blick auf die Stadt New York. So können die Sehenswürdigkeiten aus einem einmaligen Blick genossen und so auf einem Foto verewigt werden. Wer wissen möchte, wie ein ehemaliger Stützpunkt der US-Armee genutzt wurde und aufgebaut war, der wird hier seine Vorstellungen mit der Realität vergleichen können. Denn ein Großteil der Gebäude ist bis in die heutige Zeit erhalten.

Ellis Island – Insel des Schicksals

Ellis Island ist eine Insel, die im Gebiet des New Yorker Hafens liegt. Wer die Freiheitsstatue in New York aufgesucht hat, dem ist auch Ellis Island mit Sicherheit ein Begriff. Denn die kleine Insel liegt in unmittelbarer Nähe der weltbekannten Sehenswürdigkeit. Zusammen mit der Freiheitsstatue bildet die Insel ein National Monument der Vereinigten Staaten.

Menschen, die in die USA einreisen wollten, um sich dort ein neues Leben aufzubauen mussten in den Jahren 1892 bis 1952 zuerst nach Ellis Island. Das Schicksal von über 12 Millionen Menschen wurde hier entschieden. Denn wem die Einreise in das Landesinnere verwehrt wurde, der musste auf der Insel bleiben oder zurück auf die Insel gehen. Dort mussten sie die Zeit verbringen, bis sie mit einer Fähre weiter reisen konnten. Da die Tickets für die Fähre zur damaligen Zeit allerdings sehr teuer waren, haben viele Menschen ihre ganzen finanziellen Mittel dafür aufgebracht. Andere haben sich dafür sogar verschuldet. So war es möglich, dass bis zu 12000 Menschen am Tag versuchten nach Ellis Island zu gelangen. Annie More war am 1. Januar 1892 die erste erfasste Immigrantin auf der Insel. Die Irländerin musste sich einer Untersuchung, die zwei Minuten dauerte, unterziehen. Ellis Island trägt auch den Beinamen Träneninsel. Diesen Namen hat die Insel bekommen, weil sich hier zahlreiche Schicksale abgespielt haben. Leider für viele Menschen mit einem negativen Ausgang. Denn Personen, die krank oder vorbestraft waren, durften nicht einreisen. Ebenso erging es Menschen, die weder lesen noch schreiben konnten.

Da die Zahl der Immigranten immer mehr abnahm und schließlich nur noch wenige Menschen pro Tag einreisen wollten, wurde 1954 die Einwanderungsbehörde geschlossen. Diese Gebäude werden in der heutigen Zeit als Museum genutzt. Hier können die Lebensgeschichten von den Einwanderwilligen nachempfunden werden. Denn anhand von Fotos und anderen Bildern ist das Verweilen dargestellt. Heutzutage kann man diese Situation nur schwer nachvollziehen. Mit den Passagierlisten aus der damaligen Zeit kann noch heute nach vollzogen werden, wer auf der Insel war. Viele Menschen finden so einen Teil ihrer Wurzeln und ihrer Vorfahren wieder. Wer die Insel und das Museum besuchen möchte, sollte mehr Zeit einplanen an diesem geschichtsträchtigen Ort.

Die Hall of Fame for Great Americans – Denkmal auf dem absteigenden Ast?

Ob in Natura oder virtuell – Ruhmeshallen gibt es heutzutage eine ganze Menge, und es kommen immer wieder neue hinzu. In allen Bereichen von Sport, Musik, Kultur oder Wirtschaft werden herausragende Persönlichkeiten mit der Aufnahme in eine solche Hall of Fame geehrt, wobei man über eigene Ruhmeshallen für Pornostars oder Pokemonfiguren geteilter Meinung sein kann. Während in Deutschland schon Mitte des 19. Jahrhunderts die Walhalla am Ufer der Donau thronte, dauerte es in den USA gute fünfzig Jahre länger, bis die erste Ruhmeshalle errichtet wurde. Dann jedoch wurden mit der Hall of Fame for Great Americans gigantische Maßstäbe gesetzt.

192 Meter lang ist die halbkreisförmige, offene Säulenhalle, die sich in New York, auf dem ehemaligen Campus der New York University in Bronx befindet. Heute gehört dieser Bereich zum Bronx Community College. Das gewaltige Projekt wurde vom damaligen Kanzler der New York University, Henry McCracken, initiiert, in Helen Miller Shepard war eine großzügige Stifterin für den Bau gefunden. Entworfen wurde die eindrucksvolle Kolonnade in neoklassizistischem Stil vom Architekten Stanford White. Seit ihrer Eröffnung am 30. Mai 1901 ist die Hall of Fame for Great Americans eine bedeutende New Yorker Sehenswürdigkeit. Der Standort hat historische Bedeutung, von diesem Hügel aus hatten die Briten die Amerikaner während des Unabhängigkeitskrieges aus New York vertrieben. Und so bietet diese Ruhmeshalle Besuchern nicht nur einen faszinierenden kulturellen und geschichtlichen Einblick, sondern auch einen herrlichen Panoramablick über den Harlem River und den Palisades Park.

Bisher haben es 102 Personen geschafft, in die Hall of Fame for Great Americans aufgenommen zu werden. Darunter befinden sich US-Präsidenten wie George Washington, Theodore Roosevelt oder Ulysses S. Grant, Erfinder wie Alexander Graham Bell, Mediziner wie Oliver Wendell Holmes oder die Schriftstellerin Harriet Beecher Stowe, die mit ihrem Roman Onkel Tom’s Hütte weltbekannt wurde. Unter den Geehrten sind lediglich zwei Schwarze, und bis jetzt haben es weder ein indianischer Ureinwohner, noch ein Latino oder Jude in die Hall of Fame for Great Americans gebracht. Für 98 der Geehrten wurden Bronzebüsten aufgestellt, dann versiegten die Geldmittel. Die Anlage ist jeden Tag von 10.00 bis 17.00 Uhr zugänglich, der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch immer willkommen.

Zwar hat das Interesse in den letzten Jahrzehnten nachgelassen, und die Besucherzahlen waren rückläufig, trotzdem bleibt die Hall of Fame for Great Americans ein bedeutendes Nationaldenkmal, ein Zeichen des Patriotismus einer ganzen Nation.